Vorbereitungen auf die Wahl
Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Wallerfing
Die Freien Wähler des Überparteilichen Bürgerblocks haben sich am Sonntag, den 19. Oktober 2025 im Gasthaus Eder in Neusling zur Jahreshauptversammlung getroffen.
Vorsitzender Josef Maidl berichtete über die Aktivitäten der Vorstandschaft. Bei sechs Sitzungen befassten sich die Mitglieder unter anderem mit Vorbereitung der Kommunalwahlen am 8. März 2026. Man konnte zu fünf runden Geburtstagen gratulieren. Beteiligt hat man sich am Wandertag des SV Wallerfing mit 101 Teilnehmern sowie an allen öffentlichen Veranstaltungen der Vereine, der Kirche und der Gemeinde. Beim Ferienprogramm der Gemeinde 2024 ging es mit 14 Teilnehmern zum Tierpark Straubing. 2025 besuchte man mit 21 Kindern das Kalk- und Ziegelmuseum in Flintsbach. Dabei waren auch vier erwachsene Begleiter. Für die Organisation sagte der Vorsitzende Maidl Katrin Loibl ein herzliches Dankeschön. Als Vereinsveranstaltungen gab es die traditionelle Weihnachtsfeier, die Grillfeier und die Jahreshauptversammlung. Die Freien Wähler Wallerfing haben aktuell 75 Mitglieder.
Im Vorfeld der Kommunalwahl am 8. März 2026 hat der FW-Kreisverband den Ortsverband Wallerfing aufgefordert, zwei oder drei Kandidaten für den Kreistag zu benennen. Dies ist mit Maria Maidl, Thomas Brunner und Josef Maidl geschehen. In den Vorbereitungen auf die Kommunalwahlen wurden die Bürgerinnen und Bürger angesprochen, von denen man glaubt, dass sie Interesse an der Gemeindepolitik haben, sich engagiert für die Aufgabe in der Gemeinde einbringen und die Interessen der Bevölkerung im Blick haben.
Neu bei den bevorstehenden Kommunalwahlen ist, dass jede Gruppierung nur noch so viele Kandidaten auf der Liste aufführen darf, wie der Gemeinderat Mitglieder hat. Für Wallerfing sind das zwölf. Zielsetzung der Freien Wähler ist es, die gesamte Breite der Bevölkerung abzubilden, hieß es in der Versammlung.
Josef Wagner stellte den Kassenbericht vor. Franz Plankl und Alois Leher hatten im Vorfeld die Bücher geprüft und keine Beanstandungen festgestellt, sodass einstimmig Entlastung gewährt werden konnte. Die Anwesenden gedachten der verstorbenen Mitglieder, insbesondere Luise Unverdorben aus Neusling und Anton Dullinger aus Reitberg.
Zur aktuellen Gemeindepolitik der äußerte sich Gemeinderat Dr. Xaver Maidl. Er informierte über Sitzungen und aktuelle Themen, wie die Gebühren für Wasser und Abwasser (OZ berichtete). Grund für die starke Erhöhung des Wasserpreises sei die Einführung eines Wassercents durch den Freistaat Bayern. Der Abwasserpreis sei gestiegen aufgrund von umfangreichen Schäden an den Kanälen, gestiegenen Kosten für die Ausbringung von Klärschlamm, besonders dramatisch gestiegenen Stromkosten und gestiegenen Personalkosten.
Weiter beschäftigt den Gemeinderat der Neubau der Kläranlage. Im Jahr 2026 werden die Planungen für die neue Kläranlage durchgeführt, 2027 und 2028 wird die Maßnahme umgesetzt. Ein niedriger Stromverbrauch und eine möglichst umweltschonende Klärung des Abwassers sind die Ziele. Die Anlage wird durch Umlage finanziert, die Bürger müssten also einen gewissen Beitrag leisten.
Ein großes Thema war der Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses mit Dorfhaus in Neusling. Maidl betonte, dass das Dorfhaus keinesfalls eine Konkurrenz zu den Gasthäusern sein dürfe. Mit der bereits verwirklichten Nahwärmeanlage in Wallerfing, die mit Hackschnitzeln betrieben wird, ist auch für dieses Gebäude eine Hackschnitzelanlage vorgesehen.
Demnächst werde die Flurneuordnung Wallerfing Süd eröffnet. Betroffen davon sind im Bereich Wallerfing die Straße nach Neubachling, Hansöd und die Fluren in Richtung Ramsdorf. Das Gebiet ist mit nur 244 Hektar relativ klein, betroffen sind 75 Grundstückseigentümer. Das Verfahren sei in mehrerlei Hinsicht sinnvoll: Es gibt laut Maidl viele kleine Flurstücke, die ohnehin schon von Bewirtschaftern zusammengelegt wurden, viele Wege wurden aufgelassen, neue Wege entstanden, der Bau der Radwege nach Pitzling und nach Ramsdorf steht an.
Beim Thema Dorferneuerung sei Stagnation eingetreten. Das ALE habe kein Geld für weitere Maßnahmen – die Gemeinde wartet noch auf Zuschüsse für bereits getätigte Maßnahmen. Abschließend bemerkte Dr. Maidl, dass die Zusammenarbeit im Gemeinderat sehr gut sei. Entscheidend sei die Sache und nicht irgendwelche Parteipolitik. In diesem Zusammenhang lobte Maidl auch Bürgermeister Hans Eigner, der sehr fleißig und umsichtig sei.
Andrea Einhellig berichtete aus der Kreisvorstandschaft der Freien Wähler. Sie betonte die Wichtigkeit, das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zu gewinnen. Die Freien Wähler seien darauf bedacht, Lösungen gemeinsam zu finden und nicht mit dem Finger auf etwas zu zeigen. Für den Kreistag sind die Freien Wähler gerade dabei, die Liste zu erstellen. Die Nominierungsversammlung ist am 13. November.
Heidi Koschollek berichtete aus der FW-Bezirksvorstandschaft. Sie blickte auf die Bundestagswahl zurück und berichtete, dass den Freien Wählern das Thema „Frauen in die Politik“ ein Anliegen sei. Die Sichtweisen von Frauen und Männern seien oft sehr unterschiedlich und deshalb sollte in der örtlichen Politik mehr Ausgewogenheit herrschen. Frauen hätten allerdings oft Angst, dass sie Politik nicht können, doch seien sie in der Politik dringend erforderlich. Koscholleks Wunsch ist es, dass sich für die Kommunalwahl viele Frauen aufstellen lassen.
Quelle: Osterhofener Zeitung
Bilder: Osterhofener Zeitung, Josef Maidl